Schönheitsbehandlungen müssen nicht immer kosmetische Eingriffe mit Botulinum Toxin oder ähnlichem sein.
Es fängt meistens klein an. Erst ein Kosmetikerbesuch, danach eine straffende Creme, wobei sehr wenige wirklich helfen. weiterlesen »
Wieviel Schönheitsbehandlungen kann ein Mensch machen ohne danach vollkommen operiert auszusehen?
Bei manchen Prominenten sieht man sofort, dass da die eine oder andere OP zu viel im Spiel war. Doch warum erkennen sie das nicht selbst?
Wer im Rampenlicht steht, sieht sich und seine Welt von aussen. Es ist nicht leicht die Kommentare aus der Presse zu ignorieren und das eine oder andere Gerücht ohne großen Ärger abzutun.
Ich stelle es mir schrecklich vor ständig auf mein Äußeres reduziert zu werden. Da ist der Gang zum Schönheitsdoc schon fast nachvollziehbar. Gefährlich wird das ganze nur, wenn dies sich zu einem Kreislauf entwickelt.
Mein Motto lautet: ein guter Operateur, weiß was noch geht und wovon man besser die Finger lassen sollte.
Alle Menschen werden älter, ob sie nun wollen oder nicht.
Wie nimmt man Schönheit im Alter war? Verändern sich die Vorstellung?
Vor ein paar hundert Jahren galt das Altern in unserer Gesellschaft noch als etwas würdevolles. Mit zunehmenden Alter erlangte man mehr Erfahrung und Wissen, wodurch man einen wichtigen Stellenwert innerhalb seiner Familie erlang.
Heutzutage stehen junge gesunde Menschen kaum noch im Bus auf um einer älteren Dame einen Sitzplatz anzubieten.
Das interessante ist, dass es mittlerweile auch immer mehr Senioren gibt, die dieses Verhalten nicht tolerieren, weil sie nicht das Gefühl haben alt und gebrechlich zu sein und somit durch dieses Hilfsangebot mehr gekränkt werden als alles andere.
Was ist nun dran, an der Schönheit im Alter?
Durch eine faltenfreie und straffe Haut kann man trotz Botox und Lifting nicht mehr überzeugen. Es sieht nach nichts aus, die Ausstrahlung ist bei übertriebenen Eingriffen dahin und man kann nur noch den Verlust der wahren Schönheit im Alter bedauern:
die Ausstrahlung der Erfahrung und Lebensweisheit, birgt in sich die Faszination dessen, was wir als schön empfinden.
Kurz und gut: ja! Schönheit ist definitiv eine berechenbare Größe.
Doch wie definiert sich diese Schönheit und was wird berechnet? weiterlesen »
Steinzeit. Das Leben war hart, grausam, für uns unvorstellbar, es zählte nur eines Überleben.
Die ursprünglichen Schönheitsmerkmale dringen auch heute noch bei uns durch, beispielsweise, dass eine Frau wohl gerundete Formen haben sollte, weil dies als fruchtbar und gesund galt.
Ganz anders als die heutigen Magermodels, wo es den Medien nicht schlank genug sein kann, vielleicht kommt diese verquerte Optik auch dadurch, dass man durch das Fernsehen etwas breiter wirkt, als man eigentlich ist.
Doch es ist nicht ein Übel der Neuzeit. Auch im Altertum achtete man schon wohl auf seine Silhouette. Kopf und Brust sollte nach dem hellenistischen Bild möglichst klein sein und Fasten galt als Schlankheitskur. Dies ist meiner Meinung überhaupt nicht schön, sondern eher ungesund und nicht vorausblickend.
Das Mittelalter galten Frauen im Allgemeinen nicht viel, Männer dafür umso mehr. Frauen sollten funktionieren. Das einkehrende Christentum verpönte weibliche Schmückungen und Walther von der Vogelweide brachte es auf den Punkt: Frauen sollten von Natur aus ansehlich sein. Ein wirklich überzeugender Gedanke, meiner Meinung nach.
Die Renaissance bedeutet Wiedergeburt und meint damit die Erinnerung an die Antike mit ihren Ideen und Kultur.
Die Werte des Mittelalters wurde über Bord geworfen, was der katholischen Kirche und dem Christentum natürlich nicht besonders in den Kram passte. Es wurde unverhüllte Statuen erschaffen, aufgestellt und nach der Antike gegriffen. Die Extremtitäten wurden sehr graziös dargestellt, das sieht man häufig mit in die Luft fast leicht ragende Armen.
Bäuche, Taillen oder Gesäße wurden dahingegen eher voluminös interpretiert, da dies auf Fruchtbarkeit, Reichtum und Gesundheit rückführbar war. Am schönsten war immer noch die Tatsache, dass man blass wie möglich sein sollte. Dies lag daran zugrunde, da Bauern auf den Feldern, welche harte Arbeit zu verrichten hatten, weil sie nicht mit Reichtum gesegnet waren, den ganzen Tag an der Sonne waren und somit einen dunklen Teint aufwiesen.
Mit dieser Vorliebe für weiße Haut, was oftmals nur durch Puder aus Quecksilber zu vereinbaren war, vergifteten sie sich lediglich selber. Pure Ironie also.
Heute möchte man braun sein, da dies gesund und frisch erholt wie aus dem Urlaub wirkt, eine schöne Entwicklung.
Der Barock ist die Zeit zwischen Renaissance und Klassizismus und kann von 1575 bis 1770 eingegrenzt werden.
Rokoko ist nichts anderes als der Spätbarock. Es ist die Form der Kunst während des Absolutismus. weiterlesen »
Immer schneller änderten sich jetzt die Idealvorstellungen von Schönheit.
Warum änderten sich diese so schnell und welche waren es im Detail?
Meiner Meinung nach trägt eine immer größer werdende Internationalität zu dem Modebewusstsein bei. Was heute bei uns trend ist, dass ist in anderen Ländern vielleicht schon von morgen. Gemerkt habe ich dies, als ich mal in Frankreich war. Dies scheint nun seit dem letzten Jahrhundert fast an Allgemeingültigkeit gewonnen zu haben.
Genauso kann man behaupten, dass fast alle Trends, die in Amerika jetzt durchtreten, spätestens in drei Jahren auch bei uns sein werden. Ob das mit dem Wiederaufbau nach dem Kalten Krieg zu tun hat? Keine Ahnung, aber Schönheitsoperationen und Botoxbehandlungen sind doch ganz nette Beispiele für meine These.
Wie sah nun das Ideal des 20. Jahrhunderts aus?
Vor allem kleine zierliche etwas runde Gesichter wurden bevorzugt. Dabei sollte die Augen von Natur aus sehr groß sein, damit die Betonung durch Wimperntusche ausreichte. Münder wurden herzförmig hervorgehoben.
Sehr weit, werden Sie jetzt wohl denken. Doch selbst die, ich sage mal, erfahrensten Schönheitskliniken-Besucher, haben noch Skrupel.
Skrupel ist etwas übertrieben. Aber Bedenken sollte man immer haben, erst der skeptische Mensch gewinnt.
Ehe man darüber urteilt, muss man sich angucken, welche Personen sich ästhetisch operieren lassen. Es werden immer mehr Männer, vielleicht liegt es daran, dass sie durch Stress viel schneller alt aussehen als Frauen. Doch gutes Aussehen ist wichtig für sie, denn das strahlt Erfolg auch nach aussen hin aus.
Es gibt Frauen, die nach Schwangerschaften oder anderen Erfahrungen den Körper in einem Zustand vorfinden, den sie nicht akzeptieren können. Sie gehen wohl nur so weit bis das Gefühl, welches sie zuvor mit ihrem Körper hatten, wieder im Einklang ist.
Diverse Prominente und Multimillionäre gehen weiter, doch sie leben auch in ganz anderen Dimensionen. Der Autonormalverbraucher ist wohl schon wegen seines Geldbeutels an solchen Ausmaßen gehindert.
Es gab einmal eine Zeit, in der die Menschen möglich groß, sehr blond und blauäugig sowie sehr athletisch sein sollten.
Hört sich nicht schlecht an, oder? Doch dies sind die Vorstellungen eines kranken Kopfes, der Deutschland durch Dikatur führte und Adolf Hitler hieß.
Diese Arier-Vorstellung schwirren heutzutage nicht mehr in unseren Köpfen und werden vielleicht noch mit süßen schwedischen Fußballern oder Schwedinnen assoziiert. Ich persönlich mag keine blauen Augen bei blonden Männer, das ist mir zu “sunnboy-mäßig”.
Doch genau dem sollte man in der Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes entsprechen. Nicht nur diese Äußerlichkeiten, sondern auch Körperregionen, die durch den Knochenbau definiert werden, sollten einem gewissen Maße entsprechen. So waren beispielsweise die Verhältnisse von Stirn zu Augenregion vorgeschrieben. Total bescheuert und nach 1945 ganz schnell abgeschafft!
Ich finde die Vielfalt der äußerlichen Unterschiede gerade das spannende an einer immer mehr international werdenden Welt!