Schönheitsbehandlungen

Wer schön sein will muss leiden
 


Das Kreuz mit den Brüsten

Autor: Michaela
abgelegt in: Brust

Leider ist es die Gesellschaft von heute, die vorgibt, wie der perfekte Körper von Mann und Frau auszusehen hat - dabei sollte es doch eine reine Gefühlssache sein, wie sich der Mensch wohlfühlt.

Wer nur kleine Makel hat, die sich gut Kaschieren lassen, kann sich glücklich schätzen. Es gibt zwei Dinge, die Frauen am meisten beschäftigen: die gefürchtete Cellulite und das Aussehen der Brüste. Wer einen flachen Busen hat, hätte gern einen größeren, wer zu viel hat, möchte gerne weniger haben. Irgendwie kann es Mutter Natur scheinbar keiner Frau recht machen. Eine Brustkorrektur ist nicht nur aufwändig, sondern auch eine sehr kostspielige Angelegenheit.

Allgemein heißt es, dass Krankenkassen für eine Brustkorrektur nur dann aufkommen, wenn die Antragstellerin psychisch oder körperlich unter der Beschaffenheit der Brüste leidet. Der Weg vom Antrag bis zur Bewilligung der Kostenübernahme ist aber sehr steinig. Es müssen mehrere Gutachten eingeholt werden, die belegen, dass die Frau wirklich seelisch negativ beeinflusst wird und auch dass andere Maßnahmen wie Training oder beispielsweise eine Psychotherapie nicht Abhilfe schaffen können.

Das weibliche Dekolleté © Flickr / miss pupik

Krankenkassen finden zunehmend einen Weg, der ihnen die Übernahmepflicht der Kosten erspart. Sie ziehen das Antragsverfahren derartig in die Länge, dass die Antragstellerinnen völlig genervt aufgeben und versuchen, die Kosten durch eigene Mittel oder durch Kredite aufzubringen. Natürlich sollte ein Silikonbusen, die eine gut geformte Brust noch vergrößern soll, nicht auf die Kosten aller abgewälzt werden. Einen Busen wie Dolly Buster braucht niemand für sein seelisches Gleichgewicht. Aber Frauen, bei denen kaum eine Brust erkennbar ist, die deutlich unterschiedlich geformte Brüste haben oder die so große Brüste haben, dass sie ständig Kreuzschmerzen haben und die Brust regelrecht zur Last wird, haben garantiert ein psychisches und körperliches Problem. Diese sollten eigentlich keine Probleme bei der Antragstellung bekommen.

Auch Frauen, die aufgrund einer Krebserkrankung oder durch einen Unfall eine oder beide Brüste verloren haben, sollten anstandslos von der Krankenkasse unterstützt werden, denn hier sollte das Recht auf ein gewisses Maß an Ästhetik in den Menschenrechten verankert werden.


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